Die Armbanduhr von früher bis heute

Ingersoll Lenope ArmbanduhrAuch wenn es für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, stets überall die genaue Uhrzeit parat zu haben, war das natürlich nicht schon immer so. Noch vor 50 Jahren waren Zeitmesser zum Mitnehmen nur am Handgelenk zu finden. Handys und andere elektronische Geräte, die heutzutage fast alle mit einer Digitaluhr versehen sind, gab es damals noch nicht. Wenn wir in der Zeit noch ein Schrittchen weiter zurückgehen, stellen wir fest, dass erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts die uns heute so selbstverständlich gewordene Armbanduhr in Mode kam. Unsere Groß- beziehungsweise Urgroßeltern sind also noch mit der guten alten Taschenuhr aufgewachsen, oder haben sie zumindest als gängiges Zeitmessgerät kennengelernt.

Von der Taschenuhr zur Armbanduhr

Die erste tragbare Uhr stammt ungefähr aus dem Jahre 1504. Genau lässt sich das heute nicht mehr feststellen, da es damals nicht üblich war, ein Firmenlogo oder eine Signatur auf dem Zeitmesser anzubringen. Peter Henlein, heißt der Mann, der wohl wesentlich mit zur Erfindung der Taschenuhr beigetragen hat. Allerdings war es damals bei weitem noch nicht gang und gäbe eine Uhr mit sich zu führen. Im Gegenteil, die Zeitmesser zum Mitnehmen, waren lange Jahre den Reichen vorbehalten, denn ihre Herstellung war teuer. Auch wurden die ersten „Uhren to go“ – um das mal ganz modern auszudrücken – im Dosenformat hergestellt. Diese Dosenuhren besaßen wegen ihrer Gangungenauigkeit anfänglich nur einen Stundenzeiger. Erst im 17. Jahrhundert war die Entwicklung des Zeitmessgerätes soweit fortgeschritten, dass es sich lohnte, den Minutenzeiger einzuführen. Weil die kleinen Dosen kein Band zum Aufhängen hatten, wurden sie in Beuteln mitgeführt. Nach der tragbaren Uhr in Dosenform kamen allmählich weitere Uhr-Formen in Mode. Es gab Uhrengehäuse als Kugeln oder als Kreuze und später schließlich, die heute noch bekannte, flache, runde Taschenuhr.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts galt die Taschenuhr als Statursymbol und zeugte von Reichtum. Während sie anfangs noch offen getragen wurde, verschwand sie schließlich in der Westentasche und nur die kunstvoll gestaltete Uhrenkette war sichtbar. Als es schließlich um 1900 bei der Damenwelt in Mode kam, die Taschenuhr um den Hals oder an Bändern um den Arm zu tragen, war der Schritt zur Armbanduhr nicht weit. Bald stellte auch das Militär fest, dass sich im Krieg die Taschenuhren als eher unpraktisch erwiesen. Was zunächst den Offizieren vorbehalten blieb, setzte sich bald als Standard bei der Allgemeinheit durch. Zum Ende des Ersten Weltkrieges war die Armbanduhr schließlich auch in der zivilen Gesellschaft üblich.

Der mechanische Zeitmesser

Nicht nur die Größe der Uhr wurde stetig verbessert, sondern auch die Präzision. Damit sich der Zeitmesser überhaupt auf Miniaturgröße zusammenschrumpfen ließ, war die Erfindung des Uhrwerks mit Federantrieb notwendig. Ein solches Uhrwerk befand sich in der Taschenuhr und war auch lange Jahre der Antrieb jeder Armbanduhr. Um die mechanische Armbanduhr zum Gehen zu bringen, muss sie aufgezogen werden. Das geschieht mithilfe der Krone, einer kleinen Schraube, die bis zum Anschlag gedreht wird. Durch eine Sperrvorrichtung ist das Überdrehen, außer mit Gewalteinwirkung, unmöglich. Der große Nachteil mechanischer Armbanduhren liegt in der Vergesslichkeit des Besitzers. Eine mechanische Uhr, die nicht rechtzeitig aufgezogen wird, bleibt stehen. Wer nicht allzu oft auf die Uhr sieht und keine Vergleichsmöglichkeit besitzt, merkt das Stehenbleiben der Uhr nicht sofort. Die Folge ist, das Zuspätkommen zur Arbeit, das Verpassen des Busses, oder gar das Versäumen des ersten Dates.

Abhilfe dagegen schuf die Erfindung der Automatikuhr. Wie der Name schon sagt, muss bei der Automatikuhr das Uhrwerk nicht mehr von Hand aufgezogen werden, sondern es zieht sich automatisch auf. Das heißt, bei Armbewegung des Trägers zieht sich die Feder des Uhrwerks durch einen Rotor selbstständig auf. Das hat nicht nur den Vorteil, dass der Uhrenbesitzer sich nicht mehr um das Aufziehen des Uhrwerks kümmern muss. Weil bei der Automatic die Feder stets gleichmäßig gespannt ist, läuft sie wesentlich genauer, als die Armbanduhr mit Handaufzug.

Die präzise Quarzuhr mit vielen Funktionen

Den größten Fortschritt hinsichtlich der Ganggenauigkeit erreichte die Uhrenindustrie jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Erfindung der Quarzuhr. Die ersten Quarzuhren gingen zwar bereits genauer als mechanische Uhren, reagierten jedoch noch sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen und ließen sich auch noch nicht in Miniaturgröße anfertigen. Für den Gebrauch im Alltag waren sie noch lange nicht geeignet. Die erste tragbare Quarzuhr der Welt, die am Tag nur noch 0,004 Sekunden von der exakten Uhrzeit abwich, stellte die Firma Rohde & Schwarz im Jahre 1938 her. 1967 wurde in der Schweiz der Prototyp für die erste Quarz-Armbanduhr entwickelt und 1969 schließlich ging in Japan bei der Firma Seiko die erste Quarz-Armbanduhr in Serie. Heute befindet sich in den meisten Armbanduhren ein Quarzuhrwerk.

Neben ihrer unübertroffenen Ganggenauigkeit besticht die moderne Quarzuhr häufig durch viele Zusatzfunktionen. Neben der Datumsanzeige, die bei vielen Armbanduhren fast schon zum Standard zu rechnen ist, ist der Chronograph zusätzlich mit einer Stopuhr ausgestattet. Es gibt Uhren, die neben dem Zeitmesser einen Höhenmesser, einen Kompass, ein Barometer oder ein Thermometer eingebaut haben. Wird die Quarzuhr zusätzlich mit einer Funkuhr verknüpft, zeigt sie die Uhrzeit in anderen Zeitzonen ebenso präzise an, wie zuhause. Bekannte Hersteller für Uhren mit zahlreichen Zusatzfunktionen, die sich auch im Outdoorbereich bestens bewährt haben sind Traser H3 und Casio. Die Premium Superior GA-1000-9BER aus der G-Shock Serie von Casio überzeugt nicht nur durch optimale Funktionalität, sondern besticht gleichzeitig mit einem jugendlich-sportlichen Design.

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tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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27.02.2015 13:56

Tags: zeitmesser  


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