Ein Vergleich: Schmuck in Afrika und Europa

Story Charm GoldNicht nur in der Hautfarbe ihrer Bewohner unterscheiden sich die beiden Kontinente Afrika und Europa grundlegend. In Flora und Fauna der zwei Erdteile bestehen ebenso große Unterschiede wie in ihrer Kultur und Geschichte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Afrikaner und Europäer auch in Sachen Schmuck verschiedene Maßstäbe setzen. Vielleicht sollten wir Afrika nicht nur als die Wiege der Menschheit, sondern auch als der Ursprung des Schmuckes betrachten. Denn schließlich stammen die ältesten Funde, die bis in die Steinzeit zurückgehen, aus den Béni-Snassen Bergen im Osten Marokkos. Schon damals dienten Naturmaterialien wie Muscheln als Rohstoffe für Ketten.

Während der Afrikaner früher wie heute großen Wert auf Tradition legt, ist der Europäer stets an Neuentwicklungen interessiert. Daher sind afrikanische Schmuckstücke auch heute noch vielfach mit uralten Zeichen und mystischen Bedeutungen behaftet. Symbolschmuck erlebt in Europa erst in neuerer Zeit einen Wiederaufschwung.
Ein weiterer grundlegender Unterschied zwischen Afrika und Europa liegt im Anlegen der Ketten, Ohrringe, Armbänder und Ringe bei den Herren der Schöpfung. Während der europäische Mann sich in der Regel mit sehr wenig Zierstücken bekleidet, ist es beim Afrikaner gang und gäbe sich mit Ketten, Armbändern und Fußketten zu verschönern.

Schmuck in der Geschichte der beiden Kontinente

In Afrika gehört das Tragen von Schmuck zum Alltag. Kleine Mädchen bekommen traditionsgemäß bereits zur Geburt eine Perlenkette umgehängt. Im Laufe der Jahre bleibt es nicht nur beim Halsschmuck, sondern es kommen Fußkettchen und Armbänder hinzu. Die Afrikanerin ist es also von klein auf gewohnt Schmuck zu tragen und behält diese Angewohnheit ihr Leben lang bei.

Auch in Europa ist es in südeuropäischen Ländern immer noch üblich, den kleinen Mädchen die Ohren zu durchstechen und sie mit winzigen Ohrsteckern zu verzieren. In großen Teilen Nordeuropas hingegen ist das Ohrlochstechen bei Babys und Kleinkindern wegen der Infektionsgefahr verpönt. So unterschiedlich die Bräuche in den einzelnen Ländern eines Kontinents sind, so unterschiedlich sind übrigens auch die bevorzugten Schmuckstücke.
Weder in Afrika noch in Europa lässt sich eine einheitliche Entwicklung der Preziosen beobachten. In Afrika unterscheiden sich die Ornamente und die verwendeten Materialien hauptsächlich nach den Stämmen, die teilweise bis heute bestimmte Regionen des Kontinents länderübergreifend bewohnen. Auch in Europa hat sich der Schmuck nicht in allen Ländern gleich entwickelt. In vielen europäischen Ländern bestehen Schmuckgegenstände hauptsächlich aus wertvollsten Materialien wie Gold, Silber, Platin und Edelstahl kombiniert mit Edelsteinen. In anderen Teilen Europas gehören jedoch auch Naturmaterialien wie Leder oder Baumwolle zu einem modernen Schmuckstück dazu.

Materialien zur Schmuckherstellung

In Afrika sind Preziosen aus Gold, Silber und Edelsteinen eher eine Seltenheit. Viel häufiger werden Perlen aus Glas, aus Kauri-Muscheln oder aus der Schale von Straußeneiern auf traditionelle Weise gefertigt und zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet. Neben dem auf dem ganzen Kontinent verbreiteten Perlenschmuck zählen Federn, Holz und Metall zu den verwendeten Ausgangsmaterialien für afrikanischen Schmuck. Lediglich Ägypten ist für seine Preziosen aus Gold und Edelsteinen bekannt. In den meisten anderen Ländern Afrikas ist Silber das teuerste Material, aus dem Schmuckstücke hergestellt werden. Besonders die Tuareg sind hierbei für Amulette und Armreifen mit fein ziselierten Mustern bekannt. Gold gilt bei ihnen übrigens als Unglücksbringer und ist bei der Schmuckherstellung verpönt.
Eine weitere afrikanische Volksgruppe, die Massai, ist für ihren kunterbunten Perlenschmuck berühmt. Die Perlenreihen ordnen sie bei ihren Schmuckstücken in festgelegten Mustern und Farbnuancen an, die einen bestimmten gesellschaftlichen Status des Trägers oder der Trägerin erkennen lassen.

In Europa wird der klassische Schmuck auch heute noch aus Edelmetallen gefertigt, die meist in glattem Zustand mit fein geschliffenen Edelsteinen kombiniert werden. Eine Gravur findet üblicherweise nur auf der Rückseite oder der Innenseite der Schmuckstücke statt und erstreckt sich in erster Linie auf individuelle Widmungen oder Namen. Während zu großen Anlässen, wie der Hochzeit oder einem runden Geburtstag in den meisten Ländern Europas auch heute noch bevorzugt klassischer, teurer Schmuck verschenkt wird, darf es zum Geburtstag oder zum Namenstag gerne auch ein Modeschmuck-Accessoire sein. Modeschmuck kann eigentlich aus jedem Material bestehen, da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Im Zeitalter des Plastiks gehört selbst bunter Kunststoff zum Ausgangsmaterial für auffällig gestaltete Schmuckstücke, die sich besonders bei der Jugend großer Beliebtheit erfreuen.

Schmuck als Statussymbol

Nicht nur früher wurde in Afrika der Schmuck als Statussymbol und Wertanlage betrachtet. Auch heute noch ist es bei vielen afrikanischen Frauen üblich, viele ihrer Preziosen mit sich zu tragen und zu zeigen. In einigen Naturstämmen behängt noch immer der Ehemann seine Frauen und Töchter mit allen Schmuckgegenständen der Familie, um dem Besucher klarzumachen, wie es um seinen Reichtum bestellt ist. Außerdem ist es viel sicherer den wertvollen Schmuck am Halse der Frauen zu wissen, als ihn irgendwo zu verstauen, wo er für Diebe eventuell eine leichte Beute darstellt. In diesen Stämmen sind reich geschmückte Frauen gleichbedeutend mit Ehre und Ansehen.

Doch Schmuck bedeutet in Afrika nicht nur Reichtum, sondern er hat nach uralten Bräuchen auch symbolischen Charakter. Oft ist es gerade der Übergang vom Mädchen zur Frau oder vom Jungen zum Mann, der mit dem Anlegen traditioneller Schmuckstücke feierlich begangen wird. Aber auch beim Tod wird der Verstorbene mit typischen Schmuckgegenständen verziert. Unter der Trauergemeinde ist es ebenfalls üblich ausgewählten Schmuck zum Zeichen der Trauer anzulegen.

Auch in Europa galt Schmuck lange Jahre als wichtiges Statussymbol

So war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts beispielsweise die goldene Uhrenkette ein deutlich sichtbares Zeichen für Reichtum. In öffentlichen Ämtern und beim Militär zeigen Ketten, Orden und Sterne auch heute noch die Würde ihres Trägers an. Und die zahlreichen Monarchen Europas tragen immer noch zu bestimmten Anlässen die Kronjuwelen, um ihren Status zu verdeutlichen.

Der Symbolcharakter kommt beim europäischen Schmuck nicht zu kurz

In allen Ländern Europas ist es Brauch, dass sich Braut und Bräutigam bei der Hochzeit einen Ring anstecken, der auch nach der Feier als Symbol der Zusammengehörigkeit stets am Ringfinger verbleibt. Weiterer Symbolschmuck ist häufig auch aus fremden Kulturen übernommen und betrifft teils religiöse und teils esoterische Aspekte. Das Kreuz, als christliches Symbol ist für viele ein Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit und wird daher als Anhänger an einer Kette um den Hals getragen. Marien-Amulette und Amulette mit anderen Heiligen sollen ihre Träger und Trägerinnen beschützen und wieder andere Symbole, wie beispielsweise die Spirale, sollen Kraft und Energie verleihen.

Ein typisches Beispiel modernen, europäischen Schmucks finden Sie bei Story by Kranz & Ziegler. Die Marke mit den innovativen Schmuckstücken verbindet klassische und zeitgemäße Materialien in ihren Armbändern. Die Charms weisen teilweise symbolischen Charakter auf, oder sie dienen einfach nur der Zierde und begeistern durch ihre ausgefallenen Formen.

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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26.04.2015 18:58

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