Ein Vergleich - Schmuck in der Antike und heute

Tiegerauge Schuck Kranz & ZieglerWeder im alten Rom noch im klassischen Griechenland war der Körperschmuck ungekannt. Obwohl sich die Römer in erster Linie der Kriegsführung widmeten, die Griechen die schönen Künste pflegten und die ägyptischen Pharaonen ihre Untertanen mit dem Bau großer und prachtvoller Pyramiden beschäftigten, blieb auch in der Antike Zeit, sich mit prunkvollem Geschmeide zu schmücken.

Besonders gerne zu Schmuck verarbeitet wurden Gold, Silber und Bronze. Und wer da glaubt, es habe sich in der Antike um grobe Schmuckstücke aus dicken Goldplatten gehandelt, der irrt gewaltig. Schon damals waren die Goldschmiede in der Lage Blattgold mit einer Dicke von nur 0,1 Millimetern herzustellen. Besonders begabte Schmuckhersteller schlugen die Goldblätter bis zu einer Dicke von 0,003 Millimetern flach. Sie schnitten die flachen Blätter in Formen oder wickelten sie um Sandstein, um kleine, dreidimensionale Gebilde anzufertigen. Sie verzierten die dünnen Platten mit unterschiedlichen Reliefs, die von hinten eingestanzt wurden und arbeiteten mit Golddraht, den sie verdrehten oder zu Perlen formten. Um einzelne Teile der Schmuckstücke in Massenproduktion herzustellen, verwendeten die Goldschmiede der Antike Gussformen aus Bronze. Größere Schmuckgegenstände gossen sie in Gips.

Die Ägypter und der Schmuck

Gold galt im alten Ägypten als heiliges Metall. Es hat die Farbe der Sonne und wurde als das Fleisch der Götter bezeichnet. Goldschmuck diente nicht nur der Zierde, sondern verlieh nach damaligem Glauben dem Träger oder der Trägerin magische Kräfte. Es wurde zu Amuletten, Ringen, Armreifen und Halskragen verarbeitet. Der Hals- beziehungsweise Schulterkragen ist hauptsächlich aus dem neuen ägyptischen Reich bekannt. Er bestand aus Gold, das mit Edelsteinen verziert war. Den Schulterkragen trugen sowohl Männer, wie Frauen und er diente häufig auch als Grabbeigabe.

Neben Gold, Silber und Bronze setzten die Ägypter zahlreiche Edelsteine zur Schmuckherstellung ein. Den dunkelblauen Lapislazuli importierten sie aus Afghanistan. Den Malachit verarbeiteten sie zu Perlen und Amethyst. Granat und Karneol verwendeten sie ebenfalls. Als weiteres Material zur Herstellung von Perlen ist die sogenannte Fayence bekannt. Sie besteht aus kalkhaltigem Wüstensand, Kupferverbidungen, Natron und Wasser. Alle Inhaltsstoffe wurden zu einem Brei verknetet und in Perlenform gebracht. Die Schmuckhersteller trockneten die Perlen und brannten sie anschließend im Ofen. Übrigens zählen die alten Ägypter als Vorreiter für die heutige Schmuckherstellung. Denn sie waren es, die Techniken wie das Gravieren oder das Vergolden und Versilbern erfanden.

Schmuck im alten Griechenland

In den Anfangszeiten der griechischen Antike war Goldschmuck Mangelware und nur in reichen Regionen bekannt. Die ärmeren Gegenden begnügten sich mit Materialien aus der Natur, wie Muscheln oder Perlen. Erst unter Alexander dem Großen, als Unmengen von Gold im Krieg erbeutet wurden, kamen die Goldschmiede des klassischen Griechenlandes zum Zug. Aus Gold, Perlen, Edelsteinen und Emaille fertigten sie Diademe und andere Schmuckstücke.
Weil die Griechen bunten Schmuck liebten, kamen zahlreiche Edelsteine wie Granate, Smaragde und Amethyste zum Einsatz. Aber auch buntes Glas und Emaille dienten der Schmuckherstellung. Die Halsketten der Reichen bestanden aus einem geflochtenen Goldband, an dem Goldperlen herabhingen. Wer sich keine Goldperlen leisten konnte, schmückte sich mit einer Schulterkette aus gefärbten Steinperlen, die mittels Golddraht verbunden waren. Für Ringe und Armreifen war die goldene Schlange ein beliebtes Motiv und Ohrringe bestanden aus verzierten Goldscheiben, an denen kleine Anhänger herabhingen.

Schmuck im alten Rom

Im antiken Rom schmückten sich Männer, wie Frauen. Allerdings trugen die Römer nur einen Ring und allerhöchstens eine Fibel, während besonders die reichen Römerinnen mit Schmuck nicht geizten. Die Fibel ist eine goldene Spange, die zusätzlich mit Edelsteinen verziert wurde. Sie diente jedoch nicht nur der Zierde, sondern hielt gleichzeitig das Sagum, den römischen Mantel, zusammen. Auch Ringe hatten bei den erwachsenen Römern nicht nur Zierfunktion. Da es nicht üblich war öffentliche Briefe oder Nachrichten zu unterschreiben, wurden sie vom Absender mithilfe seines Siegelringes verschlossen. Ringe, mit der Funktion eines Schlüssels waren ebenfalls bekannt.
Die römische Damenwelt schmückte sich gerne mit zahlreichen, bunten Schmuckgegenständen. Neben den Fibeln und Spangen liebten sie Ringe, Ohrringe, Armbänder, Amulette, Diadem und Krönchen. Sie trugen oft mehrere Ohrringe und auch ihre Haare verzierten sie mit Gold, Perlen und Edelsteinen. Unter den bunten Schmucksteinen waren Türkis, Granat und Amethyst besonders beliebt.

Schmuck heute – klassisch oder modern

Auch heute ist es in erster Linie die Frau, die sich mit mehreren Schmuckgegenständen verziert. Dennoch besteht der Herrenschmuck nicht nur aus dem klassischen Ehering. Ketten, Ohrringe und Armbänder erfreuen sich bei Männern und Frauen gleicher Beliebtheit. Während der klassische Herrenschmuck meist schlicht in Gold oder Silber mit einem Edelstein gehalten ist, bestehen klassische Schmuckstücke für die Dame oft aus filigranen Goldarbeiten, die zusätzlich mit mehreren, funkelnden Steinen versehen sind.
Der moderne Schmuck beschränkt sich nicht auf die Verwendung von Edelmetallen und Edelsteinen, sondern bezieht Naturmaterialien ebenso bei der Herstellung mit ein, wie Kunststoffe und Textilien. Daraus ergibt sich eine Vielfalt, die sich kaum überbieten lässt. Je origineller die Kombination der unterschiedlichen Materialien ausfällt, umso beliebter ist das moderne Schmuckstück bei Männern oder Frauen.

Wunderschöne Beispiele für Schmuck im klassischen Stil finden Sie übrigens aus dem Hause Esprit im Tolle-Uhre.de Shop. Wenn Sie sich für den modernen Materialmix begeistern, bietet Ihnen Story by Kranz & Ziegler ebenfalls bei Tolle-Uhren.de Armbänder, bei deren Zusammenstellung Sie selber mitwirken können. Klicken Sie doch einfach mal durch und bestaunen Sie die Vielfalt der heutigen Schmuckherstellung.

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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02.04.2015 21:19

Tags: schmuckstuecke  


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