Eine kleine Geschichte der Armbanduhr

Ingersoll SeattleDie Armbanduhr ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und greift auf eine recht alte Geschichte zurück. Die wenigsten Uhrenfreunde wissen jedoch, wer eigentlich als Erfinder der Armbanduhr gilt und wann die erste Armbanduhr das Licht der Welt erblickt hat. Noch vor der Ära der Armbanduhr wurden tragbare Uhren ab dem frühen 15. Jahrhundert sowohl für Herren als auch für Damen in Form von Taschenuhren gebaut. Erst die Erfindung der Spiralfeder mit einer Unruh legte den Grundstein für die erste Armbanduhr, welche 1812 von dem Schweizer Uhrmacher Abraham Louis Breguet für die Königin von Neapel entwickelt und gebaut wurde. Es sollte jedoch noch bis ins 20. Jahrhundert andauern, bis die Armbanduhr die Taschenuhr langsam aber sicher ablösen würde.

Die Armbanduhr hatte es am Anfang noch schwer

Ende des 19. Jahrhunderts trat eine Modeerscheinung in die Welt der Uhren ein, die sich durch armbanduhrgroße Damentaschenuhren zeigte, die an Ketten oder auch an ersten Armbändern am Handgelenk getragen wurden. Doch wurde dieser Modetrend hauptsächlich von Damen bevorzugt und von den Herren zu dieser Zeit noch als "weibisch" angesehen. Daher bevorzugte der Herr nach wie vor die bewährte Taschenuhr. Erst 1880 entwickelte Girard-Perregaux einige Armbanduhren, welche in erster Linie auf die Nutzung durch die Marine ausgerichtet waren. Die Taschenuhr erwies sich im militärischen Einsatz generell als viel zu unhandlich und unpraktisch. Des Weiteren baute der Uhrmacher Louis Cartier aus Frankreich etwa zeitgleich die erste Fliegeruhr für seinen Freund Alberto Santos Dumont, einer der bekanntesten Flugpioniere. Auch beim Steuern eines Flugzeugs erwies sich die bis dahin noch übliche Taschenuhr als viel zu unhandlich. Der Erste Weltkrieg sollte die Armbanduhr letztendlich sowohl für den militärischen als auch zivilen Gebrauch fest etablieren und die Taschenuhr hatte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nun endgültig ausgedient.

Die Taschenuhr - nur noch für Liebhaber

Die Taschenuhren wurden wie gesagt nach dem Ersten Weltkrieg nach und nach immer mehr vom Markt verdrängt und heute gelten sie ausschließlich noch als Liebhaberstücke. Es sollte zum Beginn der Ära der Armbanduhr nicht lange dauern, bis die namenhaften Manufakturen wie Ingersoll, Welder oder U-Boat und Uhrmacher den neuen Trend erkannten und sich ausschließlich noch der Weiterentwicklung der Uhren für das Handgelenk widmeten. Zahlreiche bahnbrechende Erfindungen reihten sich im 20. und auch im 21. Jahrhundert aneinander und führten letztendlich zu der Vielzahl an unterschiedlichen Armbanduhrentypen unserer heutigen Zeit. Der klare Höhepunkt der grundlegenden Entwicklung der Armbanduhr erreichte in den 70er Jahre mit der ersten Digitaluhr seinen Zenit.

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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24.09.2014 14:28

Tags: spiralfeder unruh  


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