Pflege von Automatikuhren

Automatikuhren sind zweifelsfrei Liebhaberstücke. Wer sich für die Technik von Automatikuhren begeistert, wird sein Leben lang zu keiner anderen Uhr greifen. Die Automatikuhren stehen nach wie vor für Luxus. Eine Automatikuhr bescheinigt ihrem Träger Extravaganz und Stilbewusstsein. Der Besitzer einer solcher Uhr demonstriert seinen Bezug zu komplizierter Technik und empfindlicher Mechanik. Dafür nimmt er gerne ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf.

Pflege der Ganggenauigkeit

Mit ihren vielen kleinen ineinandergreifenden Zahnrädern gehen Automatikuhren nie so genau wie Quarzuhren. Da sind schon mal 30 Sekunden Zeitdifferenzen am Tag möglich, auch bei einem teuren Modell. Um die Abweichungen so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig, die Uhr des Nachts richtig zu lagern. Von der Position hängt die Laufgeschwindigkeit der Uhr ab. Befindet sich beispielsweise die Krone oben, hängt die Unruh und die Uhr läuft langsamer. Befindet sich das Zifferblatt unten, besteht eine geringere Reibung und die Uhr läuft schneller. Es ist Sache des Trägers, bei seiner Uhr die ganz eigene Position zu finden. Damit kann die Zeitdifferenz am Tag bis zu 10 Sekunden geringer sein.

Richtig lagern

Vor der ersten Inbetriebnahme ist die Automatikuhr immer voll aufzuziehen. Wird sie später über längere Zeit nicht getragen, sollte sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Die Mechanik ist sehr temperaturempfindlich und das Zifferblatt altert so schneller. Wenn die Uhr lange nicht bewegt wurde, ist oft eine Neueinstellung aller Funktionen erforderlich. Das ist nicht der Fall, wenn ein zusätzlicher Uhrenbeweger die Uhr in Bewegung hält.

Fachgemäß einstellen

Wird die Uhrzeit eingestellt, ist zu überprüfen, ob die Uhrzeit sich auf dem Vormittag oder auf den Nachmittag bezieht. Mit einem Drehen der Zeiger über 12 Uhr ist es schnell ersichtlich. Ändert sich dabei die Datumsanzeige, bezieht sich die Uhrzeit jetzt auf den Vormittag, wenn nicht, dann auf dem Nachmittag. Nun kann durch vorsichtiges Vorwärtsdrehen die entsprechende Tageszeit eingestellt werden. Befindet sich der Stundenzeiger in der oberen Hälfte des Zifferblattes, also zwischen 21 und 3 Uhr, haben die Zahnräder der Uhr bereits zur Weiterschaltung des Datums eingegriffen. In dieser Stellung darf keinesfalls eine Korrektur des Datums oder des Kalenders vorgenommen werden, sonst wird das Uhrwerk beschädigt. Auch die Betätigung der Stoppfunktion ist nur bei laufender Uhr statthaft.

Grundsätzlich sind bei Automatikuhren harte Stöße und besonders heftige Bewegungen zu vermeiden. Sie schaden der empfindlichen Technik. Wer bewusst und sorgfältig mit seiner Automatikuhr umgeht, kann lange Freude an dieser Uhr haben. Etwa alle drei bis fünf Jahre sollte sich ein Uhrmacher die Uhr anschauen und sie reinigen, da die verwendeten Öle je nach Qualität und Alter verharzen oder verdunsten können.

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



Diesen Artikel jetzt teilen:

29.08.2011 11:24

Tags: Pflege Automatikuhr Chronographen  


Nächster Artikel
Braun Uhren - Uhrenherstellung mit Tradition

Uhren-Infos

Folgen Sie uns: