Tourbillon - ein Wirbelwind für mehr Ganggenauigkeit » Tolle-Uhren.de

Das perfekte mechanische Uhrwerk einer Tourbillon-Uhr gilt als Meisterwerk der Uhrmacherkunst.

Ingersoll Tourbillon Wilson UhrViele kleine Rädchen und Schräubchen im ständigen wilden Tanz umeinander: Das Tourbillon ist die Krönung der Uhrmacherkunst. Dieses filigrane Meisterwerk der Mechanik steht für absolut hochwertige Uhren mit dem Streben nach Perfektion und gelten als Synonym für die qualitative Oberklasse in der Sparte der mechanischen Uhren.

Was ist ein Tourbillon?

Tourbillon ist französisch und bedeutet „Wirbelwind“. Der Name kommt von der ständigen Dynamik, mit der sich die kleinen Rädchen auf dem Drehgestell wirbelnd um sich drehen und dabei die Ganggenauigkeit einer Uhr verbessern. Das Tourbillon ist eine durchdachte und extrem filigrane Drehvorrichtung, die durch Schwerkraft den Schwung von Unruh und Unruhspirale beeinflusst. Durch ein ausgeklügeltes Schwingsystem wird so die Ganggenauigkeit perfektioniert, indem Schwerpunktfehler des Uhrwerks ausgeglichen werden. Nähere Informationen zu den einzelnen Bestandteilen eines Uhrwerkes können Sie in unserem Uhrenlexikon nachlesen.

Ursprünglich wurde das Tourbillon für Taschenuhren entworfen, bei der es auch heute noch seine beste Wirkung zeigt. Bei Armbanduhren hingegen ist der Effekt eher gering. Der Grund dafür ist ganz einfach nachzuvollziehen: Taschenuhren werden im Normalfall immer in der gleichen Position getragen – hier kann das Tourbillon seine Wirkung bestens entfalten. Armbanduhren hingegen verändern ihre Lage ständig. Ein Tourbillon aber arbeitet mit Schwerkraft, weshalb es keinen zielgerichteten Lageausgleich bei ständig wechselnden Positionen durchführen kann.

Geschadet hat dieses kleine Manko dem Ansehen der Tourbillon-Uhren aber nicht: Auch die Evolution der Taschenuhr zur Armbanduhr konnte der Beliebtheit der Tourbillons keinen Abbruch tun. Selbst in einer Zeit, in der fast nur noch Armbanduhren getragen werden, gibt es kaum einen Hersteller von hochwertigen Uhren, der kein Modell mit integriertem Tourbillon in seinem Sortiment hat.

Dabei ist Tourbillon nicht gleich Tourbillon: Vom klassischen Breguet-Tourbillon über das fliegende Tourbillon bis hin zum Triple-Achs-Tourbillon gibt es viele unterschiedliche Ausführungen, von denen eine die andere an Kunstfertigkeit zu übertreffen scheint, während die grundsätzliche Funktionsweise aber weitgehend gleich bleibt.

Genaue Zeitangabe – Perfektes Design!

Damit diese kleinen Meisterwerke der Uhrmacherkunst nicht im Inneren des Zeitmessers versteckt bleiben, haben die meisten Uhren mit Tourbillon ein Sichtfenster, das den Blick auf dieses mechanische Kunstwerk freigibt. Die Ingersoll Tourbillon Herrenuhr Wilson 5304 BK Automatik ist ein gutes Beispiel für diese Gestaltung. Dabei ist das Gehäuse von Tourbillon-Uhren normalerweise etwas höher als bei solchen ohne Tourbillon, weil diese Vorrichtung so feingliedrig sie auch sein mag doch etwas Platz benötigt.

Zugegebenermaßen – zwingend notwendig sind Tourbillons für die Funktion einer mechanischen Uhr nicht. Aber allein die Tatsache, dass ein Hersteller in der Lage ist, dieses filigrane Stück zu fertigen, zählt unter Uhrkennern als Qualitätssiegel. Und so erfreuen sich die hochwertigen Zeitmesser auch heute noch großer Beliebtheit.

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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21.01.2014 06:49

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