Vor- & Nachteile bei Uhrenarmbändern » Tolle-Uhren.de

U-Boat Armband braun Leder VintageLange ist es noch nicht her, da hätte so manch einer über die Vorstellung einer Uhr am Handgelenk gestaunt. In der Geschichte der Armbanduhren sind diese Modelle der vorläufige Endpunkt einer jahrhundertelangen Entwicklung von der Sonnenuhr, über Turmuhren, bis hin zu den ersten tragbaren Modellen. Als nun aber die Armbanduhr die Taschenuhr als gängigster tragbarer Zeitmesser ablöste, zeigte sich eine neue Herausforderung: Nämlich die Zeit mit entsprechenden Uhrenarmbändern ans Handgelenk zu bringen. Denn diese Armbänder müssen viele Bedingungen erfüllen: Sie müssen robust sein, hautsympathisch, bequem – und natürlich sollten sie auch noch gut aussehen! Dabei ist nicht jedes Armbandmaterial für jeden Träger geeignet. Deshalb sollten Sie sich beim Uhrenkauf auch Gedanken um das Material des Uhrenarmbandes machen. Hier erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien, um schließlich das passende Uhrenarmband für Ihre Uhr zu finden!

Welche Uhrenarmbänder gibt es?

Bei der Auswahl von Uhrenarmbändern gibt es verschiedene Kriterien, die Sie beachten sollten. Das wohl wichtigste ist die Verträglichkeit, aber auch Optik und Tragekomfort spielen natürlich eine Rolle. Und weil Vorlieben verschieden sind, verwundert es auch kaum, dass es eine viele unterschiedliche Typen gibt. Einige davon – wie das billige Textilband, harte Plastikarmbänder oder minderwertige Kunstleder-Uhrbänder spielen zum Glück bei eher hochwertigen Uhren kaum eine Rolle. Hier finden Sie eher qualitativ ansprechendere Materialien, wie verschiedene Metalle, Leder oder auch flexibles und haut-freundliches Silikon. Jedes Material hat dabei Vorzüge, aber auch Nachteile, die schon bei der Auswahl gegeneinander abgewägt werden sollten, um später keine Enttäuschung zu erleben.

Mondaine Metallarmband Uhren

Uhrenarmbänder aus Metall

Uhrenarmbänder aus Metall zeichnen sich vor allem durch ihre enorme Strapazierfähigkeit und lange Haltbarkeit aus. Dabei kommen verschiedene Metalle zum Einsatz, besonders beliebt sind hier Edelstahl, Titan und mittlerweile auch Alu. Denn gerade diese drei Legierungen sind besonders gut verträglich, während andere Verbindungen bei Nickel-Allergikern schnell Reizungen hervorrufen und ihrem Träger mit unschönen Verfärbungen die Freude an der Uhr verderben. Alu und Titan sind obendrein sehr leichte Metalle, die das Handgelenk kaum beschweren und deshalb sehr angenehm zu tragen sind.

Allerdings haben Metallarmbänder auch Nachteile, allen voran ihre Anfälligkeit für Kratzer, auch bei robusten Materialien wie Edelstahl und Titan. Wer also Wert auf eine makellose Optik legt, sollte sich lieber für ein anderes Material entscheiden und das Uhrenarmband dafür gelegentlich austauschen.

Auch in Bezug auf die Längenverstellbarkeit sind metallische Uhrenbänder etwas unflexibel: Zwar kann man durch das Entfernen oder Hinzufügen von Gliedern die Bandlänge anpassen, allerdings braucht es dafür etwas Geschick und im Idealfall auch das passende Werkzeug, um dabei keine unschönen Kratzer zu verursachen.

Und auch in Bezug auf den Tragekomfort sind die Meinungen hier geteilt: Während manche über die stabilen Bänder schwärmen, beschweren sich andere, dass immer wieder Armbehaarung oder auch Haut zwischen den metallischen Gliedern eingezwickt wird – sollten Sie diesbezüglich Bedenken haben, empfiehlt es sich, die Uhr vor dem Kauf zunächst etwas „Probe“ zu tragen.

Ingersoll Uhren Lederarmband

Uhrenarmbänder aus Leder

Der Klassiker unter den Uhrenarmbändern ist ganz klar das Band aus Leder. Es sieht edel aus, passt sich bequem dem Arm an und lässt sich leicht und bequem in der Weite anpassen. Ein klarer Vorteil ist, dass Leder viele verschiedene Designs ermöglicht: Einfärben, Musterungen, eingenähte Verzierungen und vieles mehr stellen bei diesem Material kein Problem dar.

Probleme ergeben sich bei Uhrenarmbändern aus Leder an ganz anderer Stelle: Bei der Haltbarkeit! Denn auch robustes Leder hält nicht ewig. Gerade an den stark beanspruchten Stellen, wie dem Übergang zwischen Uhrgehäuse und Armband oder dem Verschluss, machen auch kleinere Risse es schnell nötig, das Band auszutauschen. Und auch Wasser ist kein Freunde des natürlichen Materials – Feuchtigkeit macht Leder schnell spröde und hart, also auch unangenehm zu tragen. Dafür müssen Sie mit ihrer Uhr allerdings nicht erst in den Swimming-Pool springen, auch die Feuchtigkeit durch Schwitzen und Händewaschen kann bereits Schäden auf dem Armband verursachen.

Diesem Problem können Sie allerdings mit einfachen Mitteln zu Leibe rücken: Nämlich mit Lederpflege! Genau wie Schuhe, Jacken, Gürtel und andere Stücke aus Leder, tun auch Uhrenarmbändern aus diesem Material pflegende Lotionen gut und erhöhen die Lebensdauer merklich.

Dennoch sollten Sie sich beim Kauf einer Armbanduhr mit Lederband bewusst sein, dass  gerade bei hochwertigen Zeitmessern die Uhr selbst voraussichtlich eine höhere Lebenserwartung hat, als das Band – zum Glück gibt es aber Uhrenarmbänder auch als Ersatzteile zum Austauschen!

Welder Silikonarmband

Uhrenarmbänder aus Silikon

Uhrenarmbänder aus Silikon sind eine eher neuer Trend, der gerade dabei ist, die Welt der Armbanduhren zu revolutionieren. Im Gegensatz zu anderen Kunststoffen ist Silikon weich und anschmiegsam, verursacht kaum Schwitzen und ist extrem langlebig. Elastisch und strapazierfähig eignet sich das Material bestens für Uhrarmbänder mit maximalem Tragekomfort. Gleichzeitig sind Silikonarmbänder in vielen unterschiedlichen Färbungen erhältlich und dabei farbecht in jeder Situation. Zudem ist Silikon ein sehr pflegeleichtes Material, das Schmutz abweist und sowohl bei Feuchtigkeit als auch bei Hitze oder Kälte gleichsam einsatzbereit ist. Dabei fühlt sich Silikon niemals „zu heiß“ oder „zu kalt“ an.

Ein weiteres Plus ist die gute Verträglichkeit von Silikon: Im Gegensatz zu anderen Kunststoffen braucht es hier keine gesundheitsschädlichen Weichmacher, um das Material elastisch zu machen. Dadurch sind diese Bänder auch für Allergiker bestens geeignet.

Silikonarmbänder können entweder mit Schließen erworben werden – oder aber auch als durchgängiges Band, in das man einfach hinein schlüpft. Hier zeigt sich einer der wenigen Nachteile des Silikonuhrenbandes: Diese durchgängigen Modelle können in ihrer Weite nicht angepasst werden.

Der einzige ernstzunehmende Nachteil, der Uhrenbändern aus Silikon anzukreiden ist, ist aber ihr Image: Denn nachdem Kunststoffe lange Zeit nur für minderwertige Zeitmesser verwendet wurden, haftet ihnen der schlechte Ruf als Material für „Billig-Uhren“ nach wie vor an.

Abwägen – oder Abwechseln!

Letztlich hat jedes Material Vor- und Nachteile. Je nach Verwendungszweck eignet sich allerdings das ein oder andere besser. Für sportliche Aktivitäten beispielsweise eignet sich Silikon sehr gut, soll es allerdings eine edle Uhr für besondere Anlässe sein, sind Sie vermutlich mit einem Prestige-trächtigeren Material, wie beispielsweise hochwertigem Leder oder poliertem Titan besser beraten. Deshalb ist es manchmal auch die bessere Lösung, wenn Sie sich gleich mehrere Uhren mit Armbändern aus unterschiedlichen Materialien zulegen, damit Sie wirklich für jede Gelegenheit gut gerüstet sind!

Die passenden Uhren und auch Ersatzuhrbänder finden Sie natürlich bei uns im Uhren Onlineshop!

tolle-uhren.de Autor bei Google+ Stephan Roth



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07.04.2014 10:38

Tags: uhrenbänder  


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