Die Geschichte der Armbanduhr - es war einmal die Taschenuhr ...

Regent TaschenuhrTragbare Uhren gehören seit dem Beginn der Industrialisierung zweifelsohne zu unserem Alltag. Doch musste die heutzutage übliche Armbanduhr eine sehr lange und mitunter auch beschwerliche Reise zurücklegen, bis sie zu jenem Zeitmesser wurde, den wir heute als selbstverständlich ansehen und der mittlerweile auch ein unverzichtbares Modeaccessoire ist. Die ersten tragbaren Uhren erschienen bereits im 15. Jahrhundert, doch handelte es sich bei diesen Zeitmessern nicht um Armbanduhren, sondern um Taschenuhren, die zumeist an einer Kette befestigt waren. Die Taschenuhren sollten für sehr lange Zeit den Uhrenmarkt beherrschen und es fanden sich zu dieser Zeit die verschiedensten Modelle für Herren und Frauen.

Erst im frühen 20. Jahrhundert erschienen die ersten Armbanduhren auf dem Markt, doch tatsächlich wurden diese Uhren in der Anfangszeit ausschließlich für Damen gebaut und die Herren griffen weiterhin noch auf die bewährten Taschenuhren zurück. Die ersten Armbanduhren für Herren wurden im Rahmen des Ersten Weltkriegs entwickelt, da sich die Taschenuhren für den militärischen Einsatz als viel zu unhandlich erwiesen. Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs schaffte die Herrenarmbanduhr endlich den Sprung in den privaten Bereich und löste nach und nach die Taschenuhren ab. Viele verschiedene Uhrenmodelle mit jeweils ganz besonderen Funktionsweisen kamen von da an nach und nach auf den Markt.

Eine revolutionäre Erfindung machte die Taschenuhr möglich

Bevor die erste Taschenuhr die Welt eroberte, gestalteten sich Uhren grundsätzlich in Form von Wand- oder Standuhren, die mithilfe eines Pendels angetrieben wurde. Anfang des 15. Jahrhunderts erdachte ein schlauer Kopf die Zugfeder, welche in den Taschenuhren die Unruh antreiben konnte und das taktgebende Pendel ersetzte. Diese bahnbrechende Erfindung stellte den Grundstein der Uhrenentwicklung dar, denn ohne die Zugfeder wäre der Bau von tragbaren Uhren nicht möglich gewesen. Aus diesem ersten Zugfedermodell entwickelte der niederländische Physiker Christiaan Huygens die Spiralfeder, welche in eine Unruh eingebaut wiederum ein wichtiger Entwicklungsschritt in Richtung Armbanduhr war.

Im Jahre 1812 entwickelte der schweizer Uhrmacher Abraham Louis Breguet aus diesem Mechanismus die aller erste Armbanduhr für eine Dame. Die darauffolgenden Damenuhren, die Ende des 19. Jahrhunderts produziert wurden, konnten mithilfe einer feinen Kette oder auch mit den ersten Armbändern aus Metall am Handgelenk getragen werden. Das heutzutage übliche Lederarmband sollte sich erst bei den frühen Herrenuhren während des Ersten Weltkriegs etablieren. Im Jahr 1880 kam dann endlich diese erste Serien an Herrenuhren auf den Markt, allen voran die Schweizer Uhren, die auch von Angehörigen der deutschen Kriegsmarine getragen wurden.

Vom Handaufzug zur Automatikuhr

Ingersoll Tecumseh UhrBei den frühen Armbanduhren für Damen und Herren handelte es sich, wie auch bei den Taschenuhren, um rein mechanische Modelle, welche mit einem Handaufzug betrieben wurden und vom Träger regelmäßig aufgezogen werden mussten. Im Jahre 1923 konstruierte der britische Erfinder John Harwood die allererste Automatikuhr, welche eine echte Revolution für den Uhrenmarkt darstellte.

Die Uhr wurde noch durch die sogenannte Pendelschwungmasse über die Bewegungen des Trägers aufgezogen. Die heutzutage weltbekannte Uhrenmanufaktur Rolex baute einige Jahre später die erste Automatikuhr mit einseitig aufziehendem Rotor, wofür sich das Unternehmen das Patent sicherte.

Die Automatikuhr etablierte sich ungemein schnell auf dem Weltmarkt und sollte für viele Jahrzehnte den Uhrenmarkt beherrschen, denn der klare Vorteil der Automatikuhren zeigte sich bereits damals in dem Umstand, dass diese Uhren nicht von Hand aufgezogen werden müssen und nur stehen bleiben, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht getragen werden. Doch um das Stehenbleiben zu verhindern wurden sogenannte Uhrenbeweger erfunden die die Uhren ständig in leichter Bewegung halten, auch wenn die nicht getragen werden.

Diese einzigartige Aufzugsfunktion wirkte sich selbstverständlich sehr positiv auf die Genauigkeit in Bezug auf die Anzeige der Uhrzeit aus und Automatikuhren, wie auch die Tourbillon Uhren, galten sehr schnell als weitaus präziser, als die Armbanduhren mit Handaufzug. 

Die Quarzuhren und die Quarzkrise

Diesel QuarzuhrDer nächste Entwicklungssprung innerhalb der Geschichte der Armbanduhr ist zweifelsohne das Erscheinen der ersten Quarzuhr, die mithilfe einer kleinen Batterie betrieben wurde. Dieses revolutionäre Uhrenmodell wurde im Jahre 1967 von der schweizer Firma Centre Electronique Horloger mit stolz präsentiert, nichts ahnend, dass dieses Uhrenmodell in den kommenden Jahren für eine echte Krise innerhalb der weltweiten Uhrenbranche sorgen sollte. Die Zeit der Quarzkrise wurde eingeläutet, die bis Anfang der 1980er Jahre andauern sollte. In diesem dunklen Abschnitt der Uhrengeschichte mussten weltweit ungemein viele renommierte Uhrenhersteller Konkurs anmelden, da die modernen Quarzuhren die bisher üblichen Armbanduhren mit Handaufzug immer mehr verdrängten. Firmen, die nicht in der Lage waren, sich diese Entwicklung anzupassen, verschwanden innerhalb der Quarzkrise vom Erdboden.

Bis heute stellen Quarzuhren die mitunter am meisten verbreiteten Armbanduhren dar, da sich diese elektronischen Zeitmesser durch eine sehr hohe und zudem dauerhafte Präzision auszeichnen. Doch bietet der Markt auch nach wie vor eine Vielzahl an Automatikuhren, denn die Automatikuhr konnte die Quarzkrise nahezu unbeschadet überstehen und sicherte sich nach dem Ende der Quarzkrise erneut einen wichtigen Platz in der Uhrenwelt. Einer der Gründe für das Überleben der Automatikuhren ist zweifelsohne deren Unabhängigkeit von einer Stromversorgung. Für Besitzer mehrer Automatikuhren wurden sogenannte Uhrenbeweger entwickelt, so dass die nicht getragene Uhr durch automatisierte Bewegungen nicht stehen bleibt.

Die Digitaluhr - Markenzeichen der 70er

Esprit DigitaluhrIn den 70er Jahren, inmitten der Quarzkrise, kam ganz plötzlich ein weiterer und gänzlich neuer Uhrentyp auf den Markt - die Digitaluhr. Der erste Prototyp für eine digitale Uhr wurde 1970 von Peter Petroff, einem bulgarischen Ingenieur und Erfinder, präsentiert. Dieses erste Digitalmodell sollte in den kommenden Jahren von den Firmen Hamilton Watch Company und Electro-Data weiterentwickelt werden, woraus die allererste digitale Armbanduhr mit der Bezeichnung "Pulsar" entstand. Die Uhr verdanke ihren Namen dem Umstand, dass die Uhrzeit nur auf Knopfdruck des Trägers auf dem Display angezeigt wurde, was wiederum durch den hohen Stromverbrauch und die sehr geringe Batteriekapazität erforderlich war. Mitte der 70er Jahre schafften es daraufhin viele verschiedene Digitaluhren Modelle mit LCD-Anzeige auf den Weltmarkt, die einen breit gefächerten Funktionsumfang aufwiesen.

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre waren beispielsweise Digitaluhren der letzte Schrei, in welchen ein kleines Telespiel oder ein Taschenrechner eingebaut wurde. Die Alarmfunktion, Stoppuhr und vieles mehr gehörten bald zum Funktionsstandard der Digitaluhren, ebenso wie Funkuhren. Zudem wurden diese Uhrentypen hauptsächlich in Masse in Asien produziert und konnten für einen relativ günstigen Preis erstanden werden. Doch nahm der Trend der Digitaluhr trotzdem recht schnell wieder ab und nur einige wenige Manufakturen konnten Ihre hochwertigen Modelle dauerhaft auf dem Uhrenmarkt etablieren und weiterentwickeln. Nichtsdestotrotz finden sich natürlich auch heute noch verschiedene Digitaluhren, die vor allem für den Outdoorbereich konzipiert wurden und verschiedenen Funktionen, wie z. B. einen Pulsmesser für Sportler oder einen Höhenmesser für Bergsteiger enthalten. Hier lassen sich zudem viele Uhren Schnäppchen machen.

Spezialmodelle - Taucheruhren, Militäruhren & Tactical Watches, Pilotenuhren ...

Luminox MilitäruhrHeutzutage finden sich auf dem Uhrenmarkt alle erdenklichen Modelle, welche in der langen Geschichte der Armbanduhr eine wichtige Rolle spielten. Der Endverbraucher kann sich daher ohne Probleme für eine Uhr mit Handaufzug, für eine Automatikuhr, Quarzuhr, Digitaluhr, Solaruhr, Yachttimer oder einen Chronographen entscheiden, welche seine Anforderungen voll und ganz entspricht. Neben diesen Meilensteinen der Uhrengeschichte finden sich natürlich auch ungemein viele Sondermodelle, wie beispielsweise die Taucheruhr, besonders robuste Militäruhren oder auch Einsatzuhren & Tactical Watches genannt, Outdoor Uhren, die allgemein bewährten Pilotenuhren oder XXL Uhren wie die U-Boat Uhren.

Die Geschichte von der Taschenuhr zur Armbanduhr zeigt zudem wuderbar den Wandel von einem reinen Zeitmesser zur Funktionsuhr und vor allem zu einem Schmuckstück für Damen und Herren. Doch auch in den Zeiten von Smartphones hat die klassiche Uhr nicht ihren Reiz verloren, im Gegenteil, sie ist und bleibt ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

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