Quarz vs. Mechanik – so finden Sie das richtige Uhrwerk

Batteriewechsel oder regelmäßiges manuelles Aufziehen des Uhrwerkes? Für manch einen ist die Wahl des Uhrwerkes mehr Glaubensfrage, denn praktische Entscheidung. Während die einen als „echte“ Uhr nur die klassische, mechanische Uhr anerkennen, vertrauen andere allein auf die modernere Technik der Quarzuhr. Tatsächlich haben beide Uhrwerke Vor- und Nachteile – wenn Sie herausfinden wollen, welches Uhrwerk das Richtige für Sie ist, finden Sie hier einige interessante Informationen.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Das Uhrwerk als solches hat nichts mit der Uhrenart zu tun. Somit kann ein Quarz-Uhrwerk ebenso wie ein mechanisches in so ziemlich jeden Typ Uhr verbaut werden, egal ob es sich dabei um eine Keramikuhr, eine Outdooruhr, eine Taschenuhr oder einen Wecker handelt. Zwar eignen sich Quarz und Mechanik unterschiedlich gut für verschiedene Zwecke, aber letztendlich ist die grundsätzliche Funktionsweise gleich: Eine Energiequelle bringt den Schwinger oder Gangregler zum regelmäßigen Schwingen, wodurch das Werk in Gang gesetzt wird. Die Zeitanzeige wiederum ist natürlich mit dem Werk verbunden und erhält Informationen von da. Jede Uhr – egal ob Quarz oder mechanisch – besteht also aus den vier Bestandteilen Energiequelle, Gangregler, Werk und Zeitanzeige.

Trotz aller Gemeinsamkeiten gibt es selbstverständlich auch Unterschiede zwischen den beiden Uhrwerk-Typen. Der Offensichtlichste davon ist wohl der Antrieb: Während bei mechanischen Uhren die Energie regelmäßig von außen zugeführt werden muss, laufen Quarz-Uhren mit Batterien, entsprechend längere ist ihre Laufzeit. Die weniger offensichtlichen Unterschiede ergeben sich aus der verschiedenen Bauart.

Die mechanische Uhr – ein Kunstwerk von Meisterhand

Ingersoll Grand CanyonBei einer mechanischen Uhr ist der Antrieb eine spiralförmige Feder, die über die Krone manuell aufgezogen wird oder sich wie bei einer Automatikuhr durch natürliche Bewegung automatisch aufzieht. Die Energie aus der gespannten Federspirale wird über ein kompliziertes System aus Rädern und Hemmungen übertragen, um das Werk möglichst gleichmäßig zu bewegen. Dennoch lässt sich nicht vermeiden, dass ein mechanischer Zeitmesser mit voll gespannter Feder etwas schneller läuft, als kurz vor Ablauf. Dadurch entstehen kleinere Ungenauigkeiten.

Auch muss man (wenn man keine Automatikuhr hat) regelmäßig daran denken, sie nachzuziehen und geht aufgrund des komplexen Innenlebens das Risiko häufiger Schäden bei roher Behandlung ein.

Die mechanischen Zeitmesser haben aber natürlich auch ihre Vorteile: Zum Beispiel benötigen sie keine Batterien, dadurch fällt kein umweltschädlicher Abfall an. Außerdem bringen sie neben dem nostalgischen Flair auch eine ungebrochene Faszination für die unnachahmliche Handwerkskunst mit sich, die in diesen mechanischen Meisterwerken steckt.

Das beste Beispiel hierfür sind Tourbillon Uhren, die als Krone der Feinmechanik in der Uhrmacherkunst gelten. Obwohl das Tourbillon als solches kaum messbare Ergebnisse liefert, erfreuen sich diese Uhren größter Beliebtheit und sind bei Uhrenkennern sehr geschätzt.

Die Quarzuhr – mehr Genauigkeit durch Technik

Traser H3 T4004 QuarzuhrBei einer Quarzuhr hingegen wird der Gangregler durch einen Quarzkristall angetrieben, der sich durch elektrische Spannung aus einer Batterie bewegt. Dadurch ist auch nicht das komplexe System eines mechanischen Werkes aus Hemmung und Antrieb nötig, weil auch die Schaltung elektrisch gesteuert ist.

Je nachdem, ob es sich um eine digitale oder eine analoge Zeitanzeige handelt, werden die Informationen, die der Quarzkristall durch seine Schwingung erzeugt, entweder auf dem elektrischen Weg oder über Zahnräder an die Anzeige übertragen.

Der große Vorteil, den eine Quarzuhr mit sich bringt, ist damit ihre Ganggenauigkeit. Da ihr Inneres deutlich weniger komplex ist, als bei einem mechanischen Werk, ist sie auch weniger anfällig für Schäden durch Erschütterungen. Allerdings geht ihr dadurch auch der hochwertige Charme der nostalgischen Uhren ab.

Moderne gegen Nostalgie

Betrachtet man rein die funktionalen Aspekte wie Ganggenauigkeit, Laufzeit oder Reparaturanfälligkeit gewinnt die Quarzuhr ganz klar das Match gegen die mechanische Uhr. Für alle Liebhaber, die beim Uhrenkauf allerdings nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen dabei sind, wird langfristig trotzdem immer der Flair vergangener Zeiten siegen: Denn wer kann sich schon der Faszination der vielen feinen Rädchen und Triebe entziehen, die von Hand verarbeitet ein kleines Meisterwerk der Mechanik zum Leben erwecken und die Zeit lebendig machen?

Letztlich muss jeder für sich entscheiden, welches Uhrwerk am ehesten seinen Ansprüchen genügt. Oft macht es auch Sinn, sich für verschiedene Anlässe verschiedene Uhren zu zu legen: Die empfindliche mechanische Uhr zum Ausgehen, die robuste Sportuhr zum Training. Wie Sie sich aber auch entscheiden: Die passende Uhr, aber auch Armbänder wie von Nialaya,  finden Sie immer ganz bequem im Uhren Shop!

 

© Copyright 2017 Stephan Roth GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Template, CMS & Warenwirtschaft by plentymarkets

Nach oben